Der zweite Zwischenbericht des Forschungsprojekts Evaluation des Konsumcannabisgesetzes, kurz EKOCAN, vermittelt zwar auf den ersten Blick eine beruhigende Botschaft zu den Auswirkungen des Konsumscannabisgesetzes: So sei der Cannabiskonsum seit der Legalisierung im April 2024 nicht weiter angestiegen, bei Kindern und Jugendlichen lasse sich sogar ein leichter Rückgang beobachten. Bei näherer Betrachtung erweisen sich diese Aussagen jedoch als wenig belastbar, da die Datenbasis, so die drei medizinischen Fachgesellschaften DGPPN, DG-Sucht und DGKJP, grundlegend unzureichend sei. Von einer Entwarnung hinsichtlich negativer Auswirkungen könne daher derzeit nicht gesprochen werden. Zeitgleich fordern die Fachgesellschaften, dass die in EKOCAN enthaltenen Hinweise auf durchaus problematische Entwicklungen wie z. B. die mögliche Zunahme cannabisassoziierter Störungen deutlich als solche gekennzeichnet und kommuniziert werden.
Die ausführliche Stellungnahme finden Sie hier: